Donnerstag, 8. Januar 2009Leistungsbewertung der Standards HIPERLAN/2 und IEEE 802.11 für drahtlose lokale Netze Authors
Ph. D. Dissertation Aachen University, ABMT 23, p. 257, ISBN:3-86073-824-0,Wissenschaftsverlag Mainz, 2001. |
| Abstract Zwei Standards für drahtlose lokale Netze wurden in den letzten Monaten verabschiedet: HIPERLAN/2 von der ETSI im April 2000 und 802.11a vom IEEE im Dezember 1999. Diese Standards sollen zum kommerziellen Erfolg drahtloser lokaler Netze führen. Sie zeichnen sich gegenüber vorherigen Systemen durch standardisierte Schnittstellen, die eine Interoperabilität von Geräte unterschiedlicher Hersteller sicher stellen, und eine hohe Datenrate von bis zu 54 Mbit/s aus. Durch die Zusammenarbeit beider Gremien konnte eine Harmonisierung der Bitübertragungsschicht erreicht werden, eine Interoperabilität zwischen HIPERLAN/2 und IEEE 802.11 ist aber aufgrund unterschiedlicher Protokolle nicht möglich. Der Autor stellt in dieser Arbeit die Entwicklung des HIPERLAN/2 Standards dar, zu der er mit zahlreichen Beiträgen und Fachdiskussionen drei Jahre lang beigetragen hat. HIPERLAN/2 wird mit dem konkurrierenden Standard IEEE 802.11 verglichen. Beide Standards werden in ihrer Funktionalität detailliert beschrieben und in einer einheitlichen Systemumgebung in ihrer Leistungsfähigkeit bewertet. Dabei werden Kenngröÿen analytisch exakt hergeleitet, die eine schnelle Einordnung der Systeme nach Anwendungsszenarien erlauben. Neben üblichen Mittelwertanalysen ist es gelungen, die Verteilungen der Verzögerung mit mathematischen Methoden zu bestimmen. In realitätsnahen Szenarien werden unter Verwendung einfacher Kanalmodelle und aus Messungen gewonnenen Ankunftsprozessen Aussagen über die Leistungsfähigkeit bei typischen Anwendungen, wie z. B. Telefonie, Datentransfer oder Video, getroffen. Bei der Standardisierung von HIPERLAN/2 wurde bewusst auf die Spezifikation der Algorithmen zur Kapazitätsanforderung und -zuweisung verzichtet. Die Leistungsbewertung zeigt die hohe Bedeutung dieser Algorithmen für die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems. Es werden Vorschläge aus der Literatur eigenen Entwicklungen gegenübergestellt. Insbesondere das Zusammenspiel von Kapazitätszuweisung und Fehlersicherungsprotokoll stellt eine groÿe Herausforderung dar, für die in dieser Arbeit plausible Dimensionierungsvorschläge erarbeitet werden. |
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