Leistungsbewertung von Relayverfahren im FDD-Modus für Multi-hop Netze der 4. Generation
Kurzbeschreibung
Implementierung und Leistungsbewertung von Relayverfahren im TDD- und FDD-Modus zur Verbesserung von Übertragungen in Multi-hop Netzen der 4. Generation (3G-LTE, Winner).
Inhalt
Wir haben das Ziel, ein zellulares Mobilfunksystem mit über 100Mbit/s zu entwerfen. Da sich die realisierbare Nutzdatenrate einer Funkverbindung reziprok zur überbrückten Entfernung verhält und extrem hohe Datenraten (bis zu 1 Gbit/s) anvisiert sind, muss eine Möglichkeit gefunden werden, die Funkreichweite des Systems zu erhöhen. Eine der Kerntechnologien, die in diesem Bereich untersucht werden, stellt der Einsatz von Relais-basierten Zellen dar. Bei diesem Ansatz wird die Reichweite der versorgenden Station einer Funkzelle durch sogenannte Fixed Relay Stations (FRS) erweitert. Diese Netzelemente funktionieren im Wesentlichen nach dem ``Decode-and-Forward''-Prinzip. Hierbei werden die Daten einer versorgenden Station nicht direkt an das mobile Endgerät geschickt, sondern zunächst an die FRS, welche wiederum die Daten verarbeitet und an das mobile Endgerät zustellt. Zur Verbesserung der Effizienz werden Antennen mit Richtgewinn zwischen Basisstation und FRS angenommen. Insbesondere ist die Fragestellung interessant, welcher Übertragungsmodus bzw welche Technologie überhaupt für den ersten Hop eingesetzt werden kann. Im Rahmen dieser Diplomarbeit sollen die für eine Leistungsbewertung des skizzierten Systems notwendigen Verfahren/Algorithmen implementiert und vergleichend untersucht werden. Die Implementierung soll eingebettet in ein am Lehrstuhl entwickeltes, flexibles Rahmengerüst erfolgen, das eine einfache Realisierung eines Protokollstapels für Mobile Breitbandsysteme der 4. Generation ermöglicht. Ziel ist es, die verwendeten Algorithmen/Verfahren in einer multizellularen Umgebung unter Berücksichtigung von Inter-Zell- Interferenz vergleichend zu bewerten. Hierzu soll die am Lehrstuhl verfügbare Simulationsumgebung, der Wireless Network Simulator (openWNS, bestehend aus: Multimedia-Lastgeneratoren, TCP/IP, WINNER Protocol Stack und Radio Interference Simulation Engine (RISE)) verwendet und modular um den oben beschriebenen Funktionsumfang erweitert werden. Vorkenntnisse in C++ werden erwartet. Python-kenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Letzte Änderung: 11-12-07