Leistungsbewertung Heterogener Medienzugriffsprotokolle für ein Relay-basiertes Breitbandnetz
Kurzbeschreibung
Die Implementiertung und Leistungsbewertung Heterogener Medienzugriffsprotokolle für ein Relay-basiertes Breitbandnetz soll zu einem Netz führen, in dem Relaystationen durch einen andere (daher heterogen) Funktechnologie oder einen anderen höherratigen Funkmodus versorgt werden.
Inhalt
HEINISCH – WESTFÄLISCHE
Das
europäische Forschungsprojekt ScaleNET hat als Ziel, als Nachfolger des UMTS-Standards ein breitbandinges
Mobilfunksystem zu identifizieren und zu entwerfen, welches den für
die Zukunft erwarteten hohen Anforderungen an Datenaufkommen und
Dienstgüteunterstützung bei größtmöglicher
Kosteneffizienz gerecht wird. Da sich die realisierbare Nutzdatenrate
einer Funkverbindung reziprok zur überbrückten Entfernung
verhält, muss eine Möglichkeit gefunden werden, die Funkreichweite
des Systems zu erhöhen. Eine der Kerntechnologien, die in diesem Bereich untersucht werden, stellt der
Einsatz von Relais-basierten Zellen dar. Bei diesem Ansatz wird die
Reichweite der versorgenden Station einer Funkzelle durch sogenannte
Fixed Relay Stations (FRS) erweitert. Diese Netzelemente
funktionieren im Wesentlichen nach dem
``Decode-and-Forward''-Prinzip. Hierbei werden die Daten einer
versorgenden Station nicht direkt an das mobile Endgerät
geschickt, sondern zunächst an die FRS, welche wiederum die
Daten verarbeitet und an das mobile Endgerät zustellt. In dieser Arbeit ist die Fragestellung
interessant, welcher Übertragungsmodus bzw welche Technologie
überhaupt für den ersten Hop eingesetzt werden kann. Im
Rahmen dieser Diplomarbeit sollen die für eine
Leistungsbewertung des skizzierten Systems notwendigen
Verfahren/Algorithmen implementiert und vergleichend untersucht
werden. Die Implementierung soll eingebettet in ein am Lehrstuhl
entwickeltes, flexibles Rahmengerüst erfolgen, das eine einfache
Realisierung eines Protokollstapels für Mobile Breitbandsysteme
der 4. Generation ermöglicht. Ziel ist es, die verwendeten
Algorithmen/Verfahren in einer multizellularen Umgebung unter
Berücksichtigung von Inter-Zell- Interferenz vergleichend zu
bewerten. Hierzu soll die am Lehrstuhl verfügbare
Simulationsumgebung, der Wireless Network Simulator (WNS, bestehend
aus: Multimedia-Lastgeneratoren, TCP/IP, WINNER Protocol Stack und
Radio Interference Simulation Engine (RISE)) verwendet und modular um
den oben beschriebenen Funktionsumfang erweitert werden.
Vorkenntnisse in C++ werden erwartet. Python-kenntnisse sind
hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Letzte Änderung: 15-06-07