Leistungsuntersuchungen zu Mobilfunkverfahren des
Leistungsuntersuchungen zu Mobilfunkverfahren des UMTS-Nachfolgers 3GPP-LTE
Kurzbeschreibung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Technologie der dritten und vierten Mobilfunkgeneration (3GPP). Nach der UMTS-Einführung wird bereits an Technologien gearbeitet, die langfristig UMTS nahtlos ersetzen sollen (LTE, long term evolution). Zusammen mit dem Industriepartner Siemens wird im Rahmen des ScaleNet-Projekts die Schicht 2 (MAC und RLC) untersucht, die den Zugriff auf die physikalischen Ressourcen steuert. Eine interessante Arbeit mit theoretischen uns simulativen Anteilen.
Inhalt
RHEINISCH – WESTFÄLISCHE
Diese
Arbeit beschäftigt sich mit der Technologie der dritten und
vierten Mobilfunkgeneration (3GPP). Nach der UMTS-Einführung
wird bereits an Technologien gearbeitet, die langfristig UMTS nahtlos
ersetzen sollen (LTE, long term evolution). Zusammen mit dem
Industriepartner Siemens wird im Rahmen des ScaleNet-Projekts die
Schicht 2 (MAC und RLC) untersucht, die den Zugriff auf die
physikalischen Ressourcen steuert. Die auf OFDM basierende
Übertragung ermöglicht eine effiziente Ausnutzung des
Kanals, wenn die richtige Steuerung vorliegt. So können die
OFDM-Unterträger z.B. mit unterschiedlicher Modulation und
Codierung betrieben werden, je nach Qualität (SNR) des
jeweiligen Unterkanals. Mit einer gezielten Leistungssteuerung oder
–regelung der Sendeleistung können Interferenzen minimiert und
die Nutzleistung anderer Unterträger verbessert werden. Aus
Gründen des Gesundheitsschutzes darf die Gesamtsendeleistung
(EIRP) ein Maximalmaß ja nicht überschreiten. Das
Duplexverfahren bestimmt, wie die Übertragung zum oder vom
mobilen Endgerät (UT, User Terminal) getrennt wird. Die Trennung
zwischen Downlink und Uplink geschieht dabei entweder im Zeit- oder
Frequenzbereich (Frequency Division Duplex = FDD). Da in einer
Funkzelle viele Teilnehmer versorgt werden müssen, benötigt
man ein Vielfachzugriffsverfahren. Der Vielfachzugriff
wird im Zeit- oder Frequenzmultiplex (insbesondere OFDMA)
organisiert. Insbesondere OFDMA eröffnet eine neue Welt an
Möglichkeiten, die in dieser Arbeit erarbeitet werden. Fragen
von aktueller technischer und wissenschaftlicher Relevanz warten auf
eine Lösung.
Ein wichtiger Ansatz zur
Erhöhung der Reichweite (Coverage) einer Funkzelle ist der
Einsatz von Relaisstationen (RS). Feste Relaisstationen (FRS) mit
Antennengewinn können auch die Kapazität der Zelle
(Capacity), insbesondere in abgeschatteten Gebieten, deutlich
erhöhen. Diese Netzelemente funktionieren im
Wesentlichen nach dem ``Decode-and-Forward'' Prinzip.
Hierbei werden die Daten einer versorgenden Station
nicht direkt an das mobile Endgerät geschickt, sondern
zunächst an die FRS, welche wiederum die Daten verarbeitet
und an das mobile Endgerät zustellt. Das dargestellte Bild
illustriert die Zusammenhänge anhand des ausgetauschten
Rahmenformats.
Mittels des Wireless
Network Simulators (WNS, bestehend aus:
Multimedia-Lastgeneratoren, TCP/IP, WINNER Protocol Stack und
Radio Interference Simulation Engine (RISE)) werden die zu
untersuchenden Systemkomponenten implementiert und analysiert.
Vorkenntnisse in C++ werden daher erwartet. Kenntnisse
in Nachrichtentechnik sind hilfreich, aber nicht
zwingend erforderlich.
Gerne können wir
Fragen zum Thema oder zur Arbeit persönlich bei einem Kaffee
besprechen.
Letzte Änderung: 15-06-07