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Diplomarbeiten

Koordination zwischen Basisstationen zur effektiven Steuerung eines durch räumlichen Vielfachzugriff erweiterten WiMAX Systems

Betreuer:Dipl.-Ing. Benedikt Wolz  bmw@comnets.rwth-aachen.de Tel:+49 241 80 27916, Raum008
Status:zu vergeben

Inhalt

IEEE 802.16, besser bekannt unter dem Namen WiMAX, dient der drahtlosen, breitbandigen Versorgung
mittelgroßer Gebiete und ist damit eine Konkurrenz zu Technologien wie UMTS, WLAN und DSL. Große
Unterstützer dieser Technik sind u.A. Siemens, Alcatel oder Samsung. Intel verspricht gar in den kommenden
Jahren eine Überrundung des populären wireless LAN (IEEE 802.11).

Abb: WiMAX Netztopologie

Zur Verbesserung der Übertragungsqualität und Übertragungsrate werden Antennenarrays eingesetzt. Mit deren Hilfe kann die Richtcharakteristik der Antenne gezielt verändert werden (intelligente bzw. adaptive Antennen). Zur optimalen Nutzung und Unterstützung intelligenter Antennen wurde das IEEE 802.16 Medienzugriffs-Protokoll am Lehrstuhl weiterentwickelt und die erarbeiteten Beiträge schließlich standardisiert. In der Vergangenheit konnte gezeigt werden, dass die Systemkapazität einer isoliert betrachteten Zelle durch den Einsatz eines Antennenarrays an der Basisstation erheblich gesteigert werden kann.


Da adaptive Antennen neben der gewollten Reduktion der Sendeleistung in Richtung eines anvisierten Minimas ebenfalls die ausgestrahlte (ungenutzte) Sendeleistung reduzieren können, helfen sie, die von einer Zelle erzeugte Interferenz zu reduzieren. Die Abbildung zeigt, dass sich die gleichzeitigen Übertragungen der Nachbarzellen durch die gerichtete Aussendung nicht stören (blaue Keulen). Zeigen die Hauptsenderichtungen benachbarter Zellen zeitgleich auf eine Empfangsstation (SS), so kann es zu Störungen kommen (rote Keulen). Dieses Verhalten ist innerhalb eines multizellularen Netzaufbaus vorteilhaft, da sich Gleichkanalzellen so gegenseitig weniger stören. Die Kapazität steigt und der Frequenzbedarf sinkt. Um den Prozess der Interferenzunterdrückung zwischen Gleichkanalzellen zu verbessern, kann die Richtcharakteristik der Antennen benachbarter Basisstationen aufeinander abgestimmt werden. Die Koordination der Basisstationen soll also helfen, die gesendete und empfangene Interferenzleistung effektiv zu reduzieren und so die Systemleistung zu steigern.


Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Bewertung von Verfahren zur Interferenzreduktion. Verschiedene Verfahren mit einem unterschiedlichen Komplexitätsgrad sollen dabei ausgearbeitet werden. Anschließend wird die Erweiterung der Medienzugriffs-Schicht implementiert und untersucht. Die Implementierung erfolgt eingebettet in die am Lehrstuhl entwickelte WiMAX MAC Schicht (WiMAC). Ziel ist es, die MAC Schicht in einer multizellularen Umgebung unter Berücksichtigung von Inter-Zell Interferenz zu bewerten. Systeme mit und ohne Nutzung von Koordination von Basisstationen sollen miteinander verglichen werden.


Was kannst du bei dieser Arbeit lernen???

Am Ende deiner Arbeit wirst du detailliertes Wissen über die WiMAX Technologie (IEEE 802.16) besitzen, ein System, dem ohne Zweifel die Zukunft gehört. Durch die Arbeit mit dem Simulator wirst du Erfahrungen im Programmieren mit der Sprache C++ machen, sowie Einblicke in Prozesse der modernen Software Entwicklung bekommen. Mit Hilfe des entwickelten Simulator wirst du in der Lage sein, eine realistische Leistungsbewertung des IEEE 802.16 unter Verwendung von Smart Antennas durchzuführen. Das sind Erkenntnisse, die weltweit noch nicht existieren.

Das Arbeitsklima bei uns am Lehrstuhl, die Zusammenarbeit mit anderen Assistenten und Studenten wird dir (sozusagen beim Kaffeetrinken) Einblicke in andere Mobilfunksystem geben. Du wirst Vorträge und Diskussionen zu GSM/GPRS, UMTS, wireless LAN, wireless PAN und weiteren Themen mitbekommen. Über eine zusätzliche Auszeichnung des Fördervereins, können sich am Ende ihrer Arbeit diejenigen guten Studenten freuen, die bei Comnets eine erfolgreiche Diplomarbeit geschrieben haben. ...und Spaß haben wir nebenbei auch noch beim Sport, gemeinsamen Grillen ...

Wer Interesse hat, sich im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes ROCKET mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, ist zur weiteren Information herzlich auf ein oder zwei Tassen Kaffee am Lehrstuhl eingeladen. Wir bieten teamorientiertes Arbeiten in einer modernen Umgebung und erwarten das notwendige Engagement, um eine derartige Aufgabe lösen zu können.

  • Dipl.-Ing. Benedikt Wolz
  • Telefon: 02 41 / 802 79 16
  • Verfügungszentrum W 107
  • E-Mail: bmw@comnets.rwth-aachen.de



PDFLetzte Änderung: 28-03-08