Koexistenz von Mobilfunksystemen der 4. Generation in unlizenzierten Frequenzbändern
Kurzbeschreibung
Ziel der Arbeit ist es bestehende Methoden zur Koexistenz von IEEE 802.16 (WiMAX) Systemen zu bewerten und zu erweitern. Dabei sollen Protokolle geschaffen werden die trotz nicht-exklusiven Kanalzugriffes Systeme in die Lage versetzen eine bestimmte Dienstgüte für sich zu erreichen und dies auch umgebenen Systemen ermöglichen.
Inhalt
Die heutige Mobilfunkwelt ist
zweigeteilt. Auf der einen Seite gibt es die zellularen Mobilfunknetze. Diese
zeichnen sich durch hohe Verfügbarkeit und den Betrieb in lizenzierten
Frequenzbändern aus. Leider sind Lizenzen für Mobilfunksysteme knapp, was sich
im Jahr 2000 in einem Rekorderlös von ca. 50 Milliarden Euro bei der
Versteigerung der Lizenzen für Mobilfunksysteme der 3. Generation (UMTS) in
Deutschland widerspiegelte.
Auf der anderen Seite gibt es die
Systeme in kostenlosen, unlizenzierten Bändern. Hier sind IEEE 802.11 (WLAN)
und schnurlos Telefon Systeme (DECT) die bekanntesten Vertreter. Solange die
Funkressourcen ausreichen, funktionieren
diese zufriedenstellend. Kommt es aber einmal dazu dass zu viele Systeme nah
bei einander liegen und hohen Verkehr generieren, so erleiden alle einen
erheblichen Qualitätseinbruch. So ist es heutzutage nichts ungewöhnliches 20
WLAN Access Points und mehr in der eigenen Wohnung empfangen zu können. Die
Folgen sind geringer Durchsatz, hohe Verzögerungen und häufige
Verbindungsabbrüche. Unter solchen Umständen kann man dem Benutzer keine
ausreichende Dienstgüte garantieren.
Mobilfunksysteme der nächsten, 4.
Generation, sollen in der Lage sein auch unlizenzierte Bänder zu verwenden, um
den steigenden Kommunikationsbedarf ohne den Erwerb weiterer, teurer Lizenzen
zu decken. Dies macht aber nur Sinn, wenn die Systeme in der Lage sind so zu
koexistieren, dass sie ihren Benutzern eine Mindestdienstgüte garantieren
können, denn wer will schon dass sein Telefongespräch abbricht, weil der
Nachbar grade anfängt ein Video zu streamen.
Ziel der Arbeit ist es bestehende Methoden zur
Koexistenz von IEEE 802.16 (WiMAX) Systemen zu bewerten und zu erweitern. Dabei
sollen Protokolle geschaffen werden die trotz nicht-exklusiven Kanalzugriffes Systeme
in die Lage versetzen eine bestimmte Dienstgüte für sich zu erreichen und dies
auch umgebenen Systemen ermöglichen.
Inhalt
der Diplom-/Masterarbeit ist es Ergebnisse bestehender mathematischer Modelle
mit Simulationsergebnissen zu vergleichen. Des Weiteren sollen getroffene
Modellannahmen im Simulator überprüft und ggf. angepasst werden um die
Wirklichkeit realistischer abzubilden. Die mathematischen Modelle sollen
erweitert werden um einen höheren Detailgrad zu erreichen. Der genaue Inhalt
richtet sich nach Interessen und Vorwissen des Studenten.
Vorwissen zur
Programmierung mit C++ sollte vorhanden sein, da es für den Umgang mit dem
Simulator openWNS benötig wird.
Grundlagen der Mobilkommunikation sollten bekannt sein.
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Letzte Änderung: 23-06-09