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ComNets-Projekte als OOP-Projekte zum Thema Verteilte Anwendungen


  • bieten realistische berufsnahe Arbeitssituationen: Entwickeln einer Lösung im Team.
  • vermitteln dazu eine entsprechende Handlungs- und Sprachkompetenz (Grundlage: Handlungsorientierung).
  • geben das konkrete Problem nicht vor; dies müssen die Teilnehmer selbst finden und spezifizieren.
  • stellen die Anforderungsspezifikation und Problemanalyse auf der Basis objektorientierten Denkens in den Mittelpunkt der Teamarbeit.
  • wenden UML(Unified Modeling Language) und UML-Werkzeuge an.
  • wenden Internet-Technologie für Realisierungen an
  • konfrontieren Teilnehmer mit der Kommunikations- und Verstehensproblematik in Projekten.
  • behandeln wichtige Themen im Rahmen moderierter Gruppentreffen (Reflektion des Tuns).
  • geben von Anfang an vor, was Teilnehmer lernen werden, und was man von ihnen erwartet.
  • geben Teilnehmern die konkrete Möglichkeit zur Hand, prüfen zu können, ob Lernziele auch erreicht werden.
  • verlangen Dokumentation, Präsentation und das Einhalten von Zusagen.

 
Meinungen von Teilnehmern zu ComNets Projekten
(zusammengestellt von Dr.-Ing. Reinhold Gebhardt:
 

Erfahrungsbericht 1


Das Projekt  Verteilte Anwendungen bei ComNets war für mich genau das richtige Projekt. Der große Vorteil des Projekts liegt darin, dass man selbst entscheiden darf, was realisiert werden soll. So hat man die Möglichkeit an etwas zu arbeiten, was einem Freude bereitet. Natürlich resultiert daraus, dass man bei der Lösungsfindung auf sich selbst gestellt ist und nicht auf bereits gefundene Lösungen zurückgreifen kann, aber genau so wird es im späteren Arbeitsleben auch sein. Es ist also eher ein Vorteil, die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung im Kleinen schon einmal zu trainieren. Die Gruppentreffen mit dem Betreuer haben mir geholfen, da hier wichtige Denkanstöße gegeben wurden, mit deren Hilfe man sich die entsprechenden Fähigkeiten und Methoden leichter erarbeiten konnte. Jeder aus der Gruppe brachte seine im Verlauf des Projekts neu erworbenen Kompetenzen ein, sodass die Ausarbeitung auf alle Gruppenmitglieder aufgeteilt werden konnte. Bei den Treffen ohne Betreuung wurden die einzelnen Ergebnisse vorgestellt, von der Gruppe bewertet und etwaige Anpassungen vereinbart. In dem Projekt wurde vermittelt, mit welchen Methoden und Herangehensweisen man sich einer Problemstellung nähert und wie man daraus eine fertige Lösung erstellt. Ich habe gelernt, was nötig ist, um ein Problem so darzustellen und zu spezifizieren, dass man sich mit beteiligten oder auch außen stehenden Personen in einer eindeutigen und verständlichen Art und Weise über die Aufgabenstellung unterhalten kann. Mir ist klar geworden, wie vom Allgemeinen zum Speziellen übergegangen wird, ohne den Überblick zu verlieren und wie wichtig die Zusammenarbeit in der Gruppe ist.

Erfahrungsbericht 2


Im Nachhinein betrachtet war es gut, das in diesem Semester das OOP Projekt nur am Comnets angeboten wurde. Sonst wäre ich wohl den einfacheren Weg gegangen und hätte mich für ein Projekt entschieden, bei dem die Aufgaben genau vorgegeben sind. Aber gerade die freie Wahl eines Themas, die zuerst abschreckend und nach viel extra Arbeit aussah, wirkte sich sehr positiv für uns aus. So konnten wir uns für ein Thema entscheiden, das nahe an der Realität und zudem sehr interessant war. Zu der Arbeit am Projekt muss ich sagen, dass man am Anfang ziemlich erschlagen wurde und gar nicht wusste, wie man überhaupt beginnen soll. Aber mit Hilfestellung unseres Projektleiters, der uns UML vorstellte, konnten wir damit ein Aktivitätsdiagramm erstellen und uns über das Verhalten unseres Programms klar werden. Nachdem man einen Anfang gefunden hatte, war es sehr viel einfacher weiter zu machen. Zu lernen, wie man an ein solches Projekt herangeht, war für mich auch die wichtigste Erfahrung, die ich sammeln konnte. Zudem war es hilfreich zu lernen, wie man die Arbeit in der Gruppe organisieren muss, damit Fortschritte erzielt werden. Des Weiteren konnte man Einblicke in die Terminplanung bekommen, obwohl dort unser Projektbetreuer die groben Vorgaben setzte. So kann man jetzt deutlich besser abschätzen, wie lange es dauert, die einzelnen Aspekte eines Projekts zu bearbeiten. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Projekt, obwohl es auch viel Arbeit war, Spaß gemacht hat und ich mir dabei viele hilfreiche Fähigkeiten aneignen konnte, die man nicht in Vorlesungen lernt.

Erfahrungsbericht 3


Rückblickend betrachtet erfreut es mich sehr, dass mir in diesem Semester die Möglichkeit gegeben wurde, das Projekt Objektorientierte Programmierung zu absolvieren. Da ComNets uns die Möglichkeit gegeben hat, diese Projektarbeit bei ihnen durchzuführen, stieg zwar der relative Arbeitsaufwand für uns als Projektgruppe, da wir unter anderem völlig frei bei der Wahl der Problemstellung waren, dieses bot uns aber auch die einmalige Gelegenheit eine solche Problemstellung vollkommen selbstständig und eigenverantwortlich zu erarbeiten. Zu Beginn der Projektarbeit war es eines unserer größten Probleme eine Aufgabenstellung zu finden, die dem geforderten Anspruch einer verteilten Anwendung genügte. Als wir endlich ein passendes Problem gefunden hatten, das darüber hinaus auch interessant und, wie wir später herausgefunden haben, praxisnah ist, wurde die Arbeit am Projekt direkt reizvoller. Bei diesem Projekt wurde mir vor allem bewusst, wie wichtig es ist, eine Problemstellung im Vorfeld sehr genau einzugrenzen und Aufgabenfelder abzustecken. Hierzu verwendeten wir beispielsweise die uns nahe gelegten UML- und BPMN-Diagramme, die wir im Verlauf der Projektarbeit sehr zu schätzen lernten. Wie eben schon angesprochen war eine wichtige Erkenntnis, dass es möglich ist, sich viel unnötige Arbeit zu ersparen, wenn man zu Beginn des Projektes ausreichend Zeit in Vorbereitung und Planung investiert. Hierzu boten uns die Treffen mit unserem Projektbetreuer eine entscheidende Hilfe, in welchen wir durch gezielte Fragestellungen seinerseits immer wieder zurück auf den richtigen Kurs gebracht wurden. Abschließend lässt sich sagen, dass mir die Arbeit an diesem Projekt Spaß bereitet hat, obwohl es auch einiges an Zeit und Arbeit gekostet hat. Die Teamarbeit hat dazu bei getragen, dass wir uns gegenseitig immer motivieren konnten und uns bei aufkommenden Problemen beratend zur Seite stehen konnten. Ich persönlich habe mir viele neue Fähigkeiten angeeignet, die ich, wie ich hoffe, auch in Zukunft einsetzen kann.

Erfahrungsbericht 4


00P-Projekt was erwartet mich? Als ich anfangs, mehr oder weniger durch Zufall in das ComNets-Projekt hinein schlitterte, hatte ich noch keine Ahnung, was mir bevorsteht. Doch bereits nach den ersten 2 Wochen hatte ich eine klare Vorstellung und war voller Motivation das Projekt anzugehen. Ich selbst habe meine Stärken in der Programmierung gesehen. Deshalb dienten meine ersten Aufgaben der Beschaffung von Wissen über Webdienste und SOAP, sowie die Einarbeitung in die Programmierumgebung VisualStudio.Net. Ich nutzte zunächst ausschließlich das Internet zur Informationsbeschaffung und fühlte mich bald erdrückt, von der Masse der Informationen. Ich ord­nete daraufhin meine Quellen, sortierte aus, und begann strukturierter zu arbeiten. Schnell bemerkte ich, dass die eine Wissensbeschaffung eine neue Wissensbeschaffung voraussetzte, und diese wiederum eine weite­re. In der Bibliothek fand ich weitere nützliche Quellen und arbeitete mich durch XML, SOAP, WSDL, die ich als Grundlagen von Webdiensten erkannte. Leider schweifte ich öfter von meinen eigentlichen Zielen ab und befasste mich hier und da mit unnötigen Details wie z.B. DTD. Die wöchentlichen Treffen halfen mir mein Arbeitstempo zu halten und schlossen Verständnislücken zu den einzelnen Themen. Die Einarbeitung in VisualStudio.Net bereitete mir große Schwierigkeiten und oft saß ich stundenlang vor kleinen Problemen, was mein Durchhaltevermögen immer wieder auf die Probe stellte. Doch durch die Unterstützung des Teams, sowie das Eingehen auf einige Kompromisse, gelang es schließlich das Projekt an­gemessen zu Ende zu führen. Auch wenn es oft viele Nerven gekostet hat, da die Vorstellungen im Team nicht immer übereinstimmten, bin ich mit dem Verlauf des Projektes zufrieden. In Bezug auf Teamarbeit habe ich viel gelernt, weiß nun, wie ein Projekt in der Praxis durchgeführt werden kann und habe wieder richtig Spaß am Programmieren gefunden. Alles im allen ein gutes Ergebnis.

Erfahrungsbericht 5


Als zu Begin des Projekts 00P mit dem Thema Verteilte Anwendungen uns keine konkrete Aufgabe gegeben wurde wie sie in den meisten anderen Projekten schon absolut klar gestellt war, wurde schnell klar das es bei dem Projekt nicht um das Programmieren einer Software gehen sollte die dann am Ende des Projekts einfach abgegeben wird, sondern dass es hier vielmehr um das Erlernen von Methoden gehen sollte. Methoden, wel­che sich auch auf andere Projekte im normalen Arbeitsleben anwenden lassen. So hieß es dann am Anfang des Projekts sich zunächst in einer Gruppe selber eine Aufgabe zu stellen, und diese dann mit denen uns zugetragenen Methoden umzusetzen und zu lösen. Dies erforderte durch das gesamte Projekt hindurch das Lesen vieler verschiedener Dokumente zu verschiedensten Themen, dabei war man oft auf die eigene Recherche angewiesen, und lernte so auch was es heißt sich in unbekannte technische Dokumente einzulesen. Gute Englischkenntnisse waren vielfach absolut notwendig. Als Aufgabe setzten wir uns selber die Realisierung einer Pro­duktsuche als Webservice mithilfe von SOAP. Da wir anhand des von der OMG festgesetzten MDA vorgehen wollten erforderte die Realisierung darüber hinaus auch Kenntnisse diverser Programme und von UML. Die Realisierung als Webservice mithilfe von SOAP erforderte zusätzlich noch, dass ich mich in die Themen XML, und WSDL einarbeiten musste. Ei­ne gute Gruppenkoordination auch durch den Gruppenleiter half dabei klar abzugrenzen wer sich genau in welche Teilbereiche einarbeiten muss, so das die Arbeitsbelastung für jeden machbar war. Natürlich erforder­te dies eine gute Kommunikation unter den Gruppenmitgliedern, die je weiter das Projekt fortschritt immer besser funktionierte. Gelernt habe ich in dem Projekt vor allem wie Methoden aussehen sollten, um in einer Gruppe erfolgreich ein Projekt durchführen zu können.

Erfahrungsbericht 6


Rätselhaft, jedoch aufreizend. Systematisch, jedoch diskret. So könnte ich meine sich im Rahmen der Einführungsveranstaltung im Bezug auf das Projektangebot von ComNets ergebenden ersten Eindrücke beschrei­ben. Während die meisten Institute konkrete Aufgaben spezifiziert hatten, stellte -Verteilte Anwendungen- einen generischen Begriff dar, gleichzei­tig war aber das beidseitige -Pflichtenheft- und die durch die Teilnahme an dem Projekt mögliche Wissensaneignung sorgfältiger thematisiert. Die Tatsache, dass man sich die zu realisierende Aufgabe selber innerhalb des Teams aussuchen konnte, war für mich ausschlaggebend.
Die Herausforderung existierte, insbesondere dadurch, dass meine ursprünglichen Informatikkenntnisse, mit denen ich auf dem Weg des Pro­jektes eingestiegen bin, relativ wenig umfangreich waren. Als -Theoretiker- habe ich mich hauptsächlich mit den abstrakteren Konzepten des Pro­jektes beschäftigt. Die MDA (Model Driven Architecture) repräsentiert ein solches für die objektorientierte Programmierung verteilter Anwen­dungen grundlegendes Konzept. Da die Mitarbeit an der Dokumentation und die Erstellung des Projektwörterbuches zu meinen Verantwortlich­keiten zählten, war die Einarbeitung in -Latex- unumgänglich. Des wei­teren hatte ich für das Erstellen der internen Präsentationen und der Abschlusspräsentation in Powerpoint zu sorgen.
Rückblickend kann ich behaupten im Rahmen dieses Projektes persönli­che und fachliche Erfahrung gesammelt zu haben. Daher wurden meine anspruchsvollen Erwartungen an das Projekt -Produktsuche- bei weitem übertroffen.
Erfahrungsbericht 7
Mein Persönliches Ziel für das Projekt, den Erwerb von Kompetenzen im Bereich der Softwareentwicklung über das reine Kodieren hinaus, kann ich als voll gelungen ansehen. Insbesondere das Beherrschen von UML wird mir sicherlich sehr von Nut­zen sein. Zwar war von Anfang an klar, dass mit 3 SWS mehr als nur 2:15 h gemeint sind, doch kann ich von mir und meinen Projektteilnehmern sagen, dass deutlich mehr Zeit investiert worden ist. Bei mir selber lag das vor allem am Ehrgeiz, den Umgang mit gSOAP ausgiebig und trotz mäßiger Dokumentation bestmöglich zu erlernen. Die Zeit die ich in gSOAP und auch in das Erlernen von TeX investiert habe, werde ich sicherlich in Zukunft an anderer Stelle einsparen. Dies war auch eines meiner Hauptziele in meiner Aufgabe als Projektleiter: Der Versuch die Team­mitglieder dazu zu bringen, sich so viel Wissen wie möglich anzueignen, dass sie im späteren Studium und Berufsleben noch brauchen. Hier insbesondere mit Ausblick auf die Veranstaltungen "Informatik HP, "Kommunikationsnetze und VT" und das C++ Programmier Praktikum im 4. Semester. Hier galt es den Mittelweg zwischen Wissen, dass alle haben müssen und individuellen Expertenwissen einzelner Teilnehmer zu finden. Ob mir dies gelungen ist, kann ich noch nicht einschätzen, werde mir da aber Rückmeldung in der Abschlussreflexion vom Team einholen. Im Hinblick auf die mangels Erfahrung nicht von Anfang an perfekte Spezifikation des System­designs hat es sich als sinnvoll erwiesen, bei der Implementierung mit der gesamten Gruppe gemeinsam vor Ort zu arbeiten, so dass Änderungen im Design aufgrund von Implementierungsschwierigkeiten schnell vorgenommen werden konnten.

Erfahrungsbericht 8


Insgesamt bin ich froh genau dieses Projekt durchgeführt zu haben, da mir so der komplette Ablauf von der Planung, über die Umsetzung bis hin zur Präsentation einmal klarer wurde. Besonders gut hat mir gefallen, dass keine konkrete Aufgabenstellung von vornherein vorgegeben war, sondern diese von der Gruppe erst selbst gefunden werden musste. Eine besondere Erfahrung war es außerdem, dass man eigenständig die nötigen Werkzeuge auswählen musste, sich die nötige Literatur beschaffen und dann selbständig einarbeiten musste. Dies war anfangs recht schwierig, fiel später allerdings viel leichter, so dass ich sagen kann, dass ich doch schon eine Art Routine entwickelt habe. Durch diese Vorgehensweise wurde auch das kritische Denken und Hinterfragen geschult, da alles erst mal gegen gecheckt werden musste. Allerdings ist mir durch dieses 00P-Projekt besonders in punkto Teamarbeit eines klar geworden: Es kostest viel Arbeit und Energie alle Teammitglieder auf den nötigen Wissensstand zu bringen. Dabei erschweren be­sonders mangelnde Sprachkenntnisse und unterschiedliche Arbeitsbereitschaft diesen Prozess.
Alles in allem kann ich aber nur jedem dieses Projekt empfehlen, da man eine Menge lernen kann und man einiges für die Zukunft mitnimmt.
 
Letzte Änderung:  3.04.2009 09.24