Diplomarbeiten

Koexistenz von Mobilfunksystemen der 4. Generation in unlizenzierten Frequenzbändern

Kurzbeschreibung

Ziel der Arbeit ist es bestehende Methoden zur Koexistenz von IEEE 802.16 (WiMAX) Systemen zu bewerten und zu erweitern. Dabei sollen Protokolle geschaffen werden die trotz nicht-exklusiven Kanalzugriffes Systeme in die Lage versetzen eine bestimmte Dienstgüte für sich zu erreichen und dies auch umgebenen Systemen ermöglichen.

Betreuer:Dipl.-Ing. Maciej Mühleisen  mue@comnets.rwth-aachen.de Tel: +49 241 80 27925, Raum005
Status:zu vergeben

Inhalt

Die heutige Mobilfunkwelt ist zweigeteilt. Auf der einen Seite gibt es die zellularen Mobilfunknetze. Diese zeichnen sich durch hohe Verfügbarkeit und den Betrieb in lizenzierten Frequenzbändern aus. Leider sind Lizenzen für Mobilfunksysteme knapp, was sich im Jahr 2000 in einem Rekorderlös von ca. 50 Milliarden Euro bei der Versteigerung der Lizenzen für Mobilfunksysteme der 3. Generation (UMTS) in Deutschland widerspiegelte.

Auf der anderen Seite gibt es die Systeme in kostenlosen, unlizenzierten Bändern. Hier sind IEEE 802.11 (WLAN) und schnurlos Telefon Systeme (DECT) die bekanntesten Vertreter. Solange die Funkressourcen ausreichen,  funktionieren diese zufriedenstellend. Kommt es aber einmal dazu dass zu viele Systeme nah bei einander liegen und hohen Verkehr generieren, so erleiden alle einen erheblichen Qualitätseinbruch. So ist es heutzutage nichts ungewöhnliches 20 WLAN Access Points und mehr in der eigenen Wohnung empfangen zu können. Die Folgen sind geringer Durchsatz, hohe Verzögerungen und häufige Verbindungsabbrüche. Unter solchen Umständen kann man dem Benutzer keine ausreichende Dienstgüte garantieren.

Mobilfunksysteme der nächsten, 4. Generation, sollen in der Lage sein auch unlizenzierte Bänder zu verwenden, um den steigenden Kommunikationsbedarf ohne den Erwerb weiterer, teurer Lizenzen zu decken. Dies macht aber nur Sinn, wenn die Systeme in der Lage sind so zu koexistieren, dass sie ihren Benutzern eine Mindestdienstgüte garantieren können, denn wer will schon dass sein Telefongespräch abbricht, weil der Nachbar grade anfängt ein Video zu streamen. 

 

Ziel der Arbeit ist es bestehende Methoden zur Koexistenz von IEEE 802.16 (WiMAX) Systemen zu bewerten und zu erweitern. Dabei sollen Protokolle geschaffen werden die trotz nicht-exklusiven Kanalzugriffes Systeme in die Lage versetzen eine bestimmte Dienstgüte für sich zu erreichen und dies auch umgebenen Systemen ermöglichen.

Inhalt der Diplom-/Masterarbeit ist es Ergebnisse bestehender mathematischer Modelle mit Simulationsergebnissen zu vergleichen. Des Weiteren sollen getroffene Modellannahmen im Simulator überprüft und ggf. angepasst werden um die Wirklichkeit realistischer abzubilden. Die mathematischen Modelle sollen erweitert werden um einen höheren Detailgrad zu erreichen. Der genaue Inhalt richtet sich nach Interessen und Vorwissen des Studenten.

Vorwissen zur Programmierung mit C++ sollte vorhanden sein, da es für den Umgang mit dem Simulator openWNS benötig wird. Grundlagen der Mobilkommunikation sollten bekannt sein.

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PDFLetzte Änderung: 23-06-09