Für eine Veröffentlichung über den Schwarzschwanz, einer weitgehend
unbekannten Vogelart, die in Afrika und dem Nahen Osten beheimatet
ist, wird PETER LUDWIG aus
Niederstotzingen (Donauried) von der Gesellschaft für
Tropenornithologie (GTO) mit dem diesjährigen Preis für
Tropenornithologie ausgezeichnet. Die Publikation mit dem Titel:
Mit dem Preis für Tropenornithologie werden herausragende deutschsprachige, von ornithologischen Amateuren verfaßte Veröffentlichungen über tropenornithologische Themen ausgezeich- net. Der Preis ist mit einem Geldbetrag in Höhe von DM 1.000 verbunden; gestiftet wird der Preis in diesem Jahr von der Claus GmbH, Limburgerhof.
Der Schwarzschwanz (Cercomela melanura melanura - auch Grauschmätzer genannt) ist eine unscheinbare, etwa rotkehlchengroße grauschwarze Vogelart, die in felsigen Gegenden, aber auch in Ortschaften lebt. Ihre verwandtschaftliche Zugehörigkeit ist unter Systematikern noch umstritten; während manche Ornithologen sie den Steinschmätzern zuordnen, vermuten andere eher eine Verwandtschaft zu den Rotschwänzen. Die Felduntersuchungen Ludwigs und seine Beobachtungen bei der Haltung und Zucht dieser Vögel lassen eine Zugehörigkeit zu den Rotschwänzen als wahrscheinlich erscheinen.
Der Preisträger (42 Jahre) ist Metallbautechniker und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit der Vogelwelt seiner Heimat und Ägyptens. In Ägypten hat er sich in sechsjähriger Feldarbeit besonders mit den Steinschmätzern und dem Schwarzschwanz befaßt. Darüber hinaus ist PETER LUDWIG Vogelhalter; auch dabei gilt den Steinschmätzern sein besonderes Interesse; wahrscheinlich weltweit erstmals wurde von ihm der Schwarzrückensteinschmätzer Oenanthe lugens lugens gezüchtet. Die Preisverleihung fand am Freitag, den 29. September 2000 anläßlich des Gesellschaftsabends der 21. Tagung über tropische Vögel im Frühstückspavillon des Tiergarten Schönbrunn statt.
Die Präsidentin der GTO, CORINNA BARTSCH, gratuliert dem diesjährigen Träger des Preises für Tropenornithologie, PETER LUDWIG, zu seiner Auszeichnug. Foto: WERNER STEINIGEWEG